Bevor es losgeht:
Bevor man überhaupt anfängt, ist es sehr wichtig einen Gesundheits-Check zu machen! Die Organ- und Funktionswerte sollten mittels eines grossen Blutbildes bestimmt werden, um vorliegende Erkrankungen auszuschliessen, wenn da bei der Behandlung berücksichtigen zu können und auch um später Vergleichswerte zu haben.
folgende Untersuchungen:
- Herz:
EKG
- Leber: LDH; GOT, GPD, Gamma-GT
- Niere: Creatinin und Harnstoff
-
Hypophyse
:
LH
und
FSH
- Cholesterin:
HDL
,
LDL
, Triglyceride und Gesamtcholesterin
- kleines
Blutbild
: Leukozythen, Erythrozyten, Thromozythen, Hämoglobin, Hämatokrit
Der Arzt, der da nicht mitmacht, ist besser gegen einen guten Arzt auszuwechseln!!!
Knochendichte vorher bestimmen lassen, damit man hinterher einen Vergleich hat --> die Knochendichte kann ja schon vorher niedrig sein, sie kann aber auch wegen zu geringer Hormonzufuhr abgesunken sein. Ohne Vergleichswert fang ich später mit so einem Ergebnis dann wenig an und muss mich im spekulativen Bereich bewegen.
im Detail:
Es gibt
Kontraindikation
für eine Testosteronbehandlung, die aber selten auftritt und die Behandlung (erstmal!) unmöglich machen:
- ausgeprägte Fettsoffwechselstörung, die vorher behandelt werden sollte
- ausgeprägtes Übergewicht sollte verringert werden
- wenn schon vor der Testosteronbehandlung eine zu grosse Anzahl roter Blutkörperchen vorhanden ist, darf nicht mit
Testosteron
behandelt werden, weil das deren Anzahl noch mehr erhöht, damit die Gefahr einer Bluteindickung und damit die Embolie- und/oder Thrombosegefahr steigt
- --> Das heisst hier muss erst die Ursache gefunden und behoben werden vor Beginn der Testosteronbehandlung (auch soll hier nicht mit Sustanon-Depot-Spritzen behandelt werden, weil die anabole Wirkung dieses Medikaments höher ist als bei den anderen!)
- Bei bekannten Schilddrüsenproblemen müssen diese bei der Testosteronbehandlung genau beobachtet werden, weil das Testo auch auf die Werte der Schilddrüse einwirkt: und wenn Schilddrüsenmedikamente genommen werden haben die eine Wechselwirkung mit dem Testosteron.
Heisst aber meistens nur (bei "normaler” Überfunktion der Schilddrüse z.B.), dass das Injektionsintervall für das Testosteron kürzer sein sollte.
Ist der natürliche Testosteron-Spiegel vor Beginn der Testosteronbehandlung zu hoch, muss man unbedingt mit dem
Endokrinologen
darüber sprechen, denn der Grund kann von einem niedrigen
SHBG
-Spiegel über Intersexualität bis zu einem Nebennierentumor reichen.
Alle eventuell vorliegenden Erkrankungen sind in unserem eigenen Interesse vorher abzuklären, weil das sonst sogar gefährlich werden kann.
__________ Quellenangabe:
2) Gross Erich, Testosteronbehandlung
FzM
, August 2008.
|