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Medizinisches -
Hormone
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Östrogene
Bei
Östrogen
handelt es sich nicht um ein
Hormon
sondern um eine ganze Hormongruppe. Östrogene werden überwiegend in den Eierstöcken produziert und während der Schwangerschaft auch im Mutterkuchen. Die Nebennieren produzieren bei Männern und Frauen ebenso geringe Mengen Östrogen. Diese Hormone sind für die weibliche Sexualentwicklung und die Fortpflanzung unerlässlich. Östrogen beeinflusst aber auch viele Stoffwechselprozesse. 6)
Jeder Mann hat auch eine für ihn normale Menge Östrogene im Körper. Der Spiegel ist zwar nur etwa 1/3 der einer normalen Frau, jedoch ist diese Menge auch höchst notwendig für die psychische und physische Gesundheit. Das wichtigste Östrogen ist
Östradiol
. Referenz/Normalbereich
- bei Frauen: 10 – 320 pg/
ml
Östradiol (abhängig von der Zyklusphase) - bei Männern: 15 – 40 pg/ml Östradiol
Östrogene sind wichtig für
- Herz-Kreislauf: bei normalem männlichen Spiegel sinkt das Risiko für Herz/Kreislauf-Krankheiten - Knochenaufbau - beugt Osteoporose vor - wahrscheinlich auch gegen Alzheimer - für seelische Ausgeglichenheit
Östrogene sind der "Gegenspieler" des
Testosteron
. Die richtige Balance ist wichtig, jedes Extrem ist ungesund und führt zum körperlichen Zusammenbruch. Östrogen wird im weiblichen Körper vor allem in den
Ovarien
(Eierstöcken) produziert. Doch auch von der Nebenniere wird einiges abgegeben, so dass man nicht nach der Entfernung der Ovarien zwangsläufig Östrogen substituieren muss. Jedoch ist es auch nicht unbedingt notwendig, die Ovarien zu entfernen. Man sollte das vor einer eventuellen Operation mit seinem
Endokrinologen
durchsprechen.
Ist man dennoch mal in der misslichen Lage, Östrogen substituieren zu müssen, sollte man auf Folgendes achten: Das "normale" 17-Beta-Östrogen femininisiert (verweiblicht), da es an die Alpha-
Rezeptoren
in der Zelle andockt. Für Männer (also auch für uns Transmänner) ist somit eine Behandlung mit 17-Beta-Östrogen nicht unbedingt das Wahre...
Von Schering gibt es jedoch seit einiger Zeit ein 17-Alpha-Östrogen, welches keine femininisierende Wirkung hat, da es am Beta-Rezeptor wirkt. Die positiven Eigenschaften werden erreicht, die aus unserer Sicht negativen jedoch nicht. Doch auch die Natur hat hier schon etwas auf Lager: Soja und Rotklee stimulieren ebenfalls den Beta-Rezeptor, und sind somit bei Östrogen-Mangel eine gute Ergänzung. 2)
__________ Quellenangabe:
2) aus: Gross Erich, Testosteronbehandlung
FzM
, August 2009.
6) aus: Nova fell: http://www.novafeel.de/gesund/hormone.htm, September 2009
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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. September 2009 um 12:25 Uhr |