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Penis aus dem Labor
Bislang sind nur ein Dutzend Kaninchen glücklich, bald könnten aber auch Männer mit Erektionsstörungen davon profitieren: US-Wissenschaftlern ist es gelungen, künstliches Penisgewebe zu züchten - bei Rammlern wurde es bereits erfolgreich getestet.
Atala und seine Kollegen des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine im US-Bundesstaat North Carolina platzierten dafür Zellen aus dem Penis eines gesunden Tieres auf einem Stützgerüst aus Bindegewebe. Die Bedingungen im Labor wurden denen im Inneren des Körpers angepasst, mit dem Ergebnis, dass sich auf dem Gewebe ein neuer Schwellkörper ausbildete. Insgesamt dauerte es rund sechs Wochen, bis ein funktionstüchtiger Penis gezüchtet war.
Nun hofft Atala, dass diese Entdeckung auch für Männer von Belang sein kann: "Wir hoffen, dass wir Menschen mit unterschiedlichen Beschwerden damit helfen können, beispielsweise solchen mit angeborenen Penisdeformationen, Unfallopfern, Krebspatienten oder bei schweren Fällen von Erektionsstörung, bei denen Medikamente nicht zum Erfolg führen." Und es besteht durchaus Anlass zu berechtigter Hoffnung: Den Wissenschaftlern des Wake Forest Institute ist es in der Vergangenheit schon gelungen, das Gewebe menschlicher Blasen im Labor zu züchten. Bei rund 30 Patienten funktioniert dieses Gewebe seit rund zehn Jahren ohne Probleme.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 14. November 2009 um 10:21 Uhr |

