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Pressemeldungen
Rechtskomitee LAMBDA: Amtsmissbrauch im Innenministerium Drucken E-Mail
Neuigkeiten - Pressemeldungen

Rechtskomitee LAMBDA: „Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft bereits“

 

Quelle: Rechtskomitee Lambda , 26. Jänner 2010

 

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft einen eklatanten Fall von Amtsmissbrauch im Innenministerium. Der Verwaltungsgerichtshof hat den vom Innenministerium etablierten Operationszwang für transsexuelle Frauen wiederholt als rechtswidrig erklärt. Das BMI beharrt dennoch hartnäckig darauf. Das Rechtskomitee LAMBDA (RKL), Österreichs Bürgerrechtsorganisation für homo- und bisexuelle sowie transidente Frauen und Männer, fordert, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen...

 

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Amtsmisbrauch im Innenministerium[Lambda News 26.Jan 2010]65 Kb
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. Januar 2010 um 15:05 Uhr
 
Verfassungsgerichtshof entscheidet erneut im Sinne transsexueller Menschen Drucken E-Mail
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Keine OP -Pflicht für Transsexuelle

 

Quelle: aus www.transgender.at , 5. Jänner 2010


04.01.2010 - 20:10, SoHo - SK
Utl.: Innenministerin soll endlich für Rechtssicherheit sorgen

Wien (SK) - Wie heute bekannt wurde, hat der Verfassungsgerichtshof in seinem Urteil vom 3. Dezember 2009 neuerlich einen Bescheid des Innenministeriums aufgehoben mit dem die Änderung des Personenstandes einer Transgenderperson von männlich auf weiblich wegen des Fehlens einer geschlechtsanpassenden Operation verweigert worden war.

"Der Verfassungsgerichtshof folgt damit der Judikatur des Verwaltungsgerichtshofes vom letzten Jahr, der in einem anderen Fall inhaltlich ebenso entschieden hat", erklärt Angelika Frasl, stellvertretende Bundesvorsitzende der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität).

"Aus dem Urteil geht klar hervor, dass die Vorlage der im Erlass angeführten Gutachten nicht zwingend als unverzichtbare Beweismittel anzusehen sind", so Frasl weiter, "und dass in einer gehäuften Verkennung der Rechtslage, aber auch im Unterlassen jeglicher Ermittlungstätigkeit oder im Unterlassen eines ordnungsgemäßen Ermittlungsverfahrens überhaupt, ein willkürliches Verhalten der Behörde vorliegt".

Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der SoHo, sieht Innenministerin Fekter gefordert: "Die Innenministerin soll endlich dafür sorgen, dass für die betroffenen Menschen eine Rechtssicherheit im Sinne der letzten Urteile und Erkenntnisse der Höchstgerichte hergestellt wird, sowie die beiden Transgenderpersonen betreffenden 'Erlässe' des BMI vom Jänner 2007 und vom Februar 2009 sofort aufgehoben und außer Kraft gesetzt werden."

"Die SoHo und die SPÖ sind seit Langem bemüht ordentliche rechtliche Regelungen zu schaffen, die zu spürbaren Erleichterungen des Lebens von Transgenderpersonen führen. Wir hoffen, dass es 2010 endlich dazu kommen wird, die notwendigen gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen", so Frasl abschließend. (Schluss) sa/mp

Rückfragehinweise: Ing. Angelika Frasl (angelika.frasl ( at ) soho.or.at )

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 05. Januar 2010 um 11:36 Uhr
 
Penis aus dem Labor Drucken E-Mail
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Penis aus dem Labor

 

Bislang sind nur ein Dutzend Kaninchen glücklich, bald könnten aber auch Männer mit Erektionsstörungen davon profitieren: US-Wissenschaftlern ist es gelungen, künstliches Penisgewebe zu züchten - bei Rammlern wurde es bereits erfolgreich getestet.


18 Jahre lang forschten die Wissenschaftler um Dr. Anthony Atala, nun stellten sie im Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" ihr Ergebnis vor: einen aus Körpergewebe gezüchteten und voll funktionsfähigen Penis. Das berichtet das US-amerikanische Verbraucher-Magazin "HealthDay".

Atala und seine Kollegen des Wake Forest Institute for Regenerative Medicine im US-Bundesstaat North Carolina platzierten dafür Zellen aus dem Penis eines gesunden Tieres auf einem Stützgerüst aus Bindegewebe. Die Bedingungen im Labor wurden denen im Inneren des Körpers angepasst, mit dem Ergebnis, dass sich auf dem Gewebe ein neuer Schwellkörper ausbildete. Insgesamt dauerte es rund sechs Wochen, bis ein funktionstüchtiger Penis gezüchtet war.


Zwölf Tiere ohne Genitalien wurden anschließend neu bestückt und mit Weibchen zusammengebracht. Bei allen Versuchskaninchen funktionierte der neue Penis tadellos, vier der Weibchen wurden sogar schwanger.

Nun hofft Atala, dass diese Entdeckung auch für Männer von Belang sein kann: "Wir hoffen, dass wir Menschen mit unterschiedlichen Beschwerden damit helfen können, beispielsweise solchen mit angeborenen Penisdeformationen, Unfallopfern, Krebspatienten oder bei schweren Fällen von Erektionsstörung, bei denen Medikamente nicht zum Erfolg führen."

Und es besteht durchaus Anlass zu berechtigter Hoffnung: Den Wissenschaftlern des Wake Forest Institute ist es in der Vergangenheit schon gelungen, das Gewebe menschlicher Blasen im Labor zu züchten. Bei rund 30 Patienten funktioniert dieses Gewebe seit rund zehn Jahren ohne Probleme.


Quelle: magazine.web.de

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 14. November 2009 um 10:21 Uhr
 
Das Trans Murder Monitoring-Projekt von Transgender Europe zeigt mehr als 160 Morde an Trans-Person Drucken E-Mail
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Transgender Europe: Presse-Erklärung vom 18. November 2009

Das trans Murder Monitoring-Projekt von Transgender Europe zeigt mehr als

160 Morde an Trans-Personen in den letzten 12 Monaten


Der 11. Internationale Transgender Day of Remembrance (Transgender Tag des Erinnerns) findet in mehr als 120 Städten weltweit statt.:  Seit 1999 findet der Transgender Day of Remembrance (TDOR), in welchem jener Trans-Personen gedacht wird, die Opfer von Tötungsdelikten wurden, jeden November statt. Der TDOR macht die Öffentlichkeit auf Hassverbrechen gegen Trans-Personen aufmerksam und schafft einen öffentlichen Raum für das Trauern um und das Ehren jener Trans-Personen, die sonst vergessen würden.


Ursprünglich aus den USA stammend, findet der TDOR mittlerweile in vielen Teilen der Welt statt. Dieses Jahr finden Veranstaltungen zum TDOR in mehr als 120 Städten in 17 Ländern in Afrika, Asien, Europa, Nordamerika und Ozeanien am 20. November statt.


Traurigerweise, müssen dieses Jahr mehr als 160 Menschen zur Liste jener, die erinnert, betrauert und geehrt werden, hinzugefügt werden, wie eine Aktualisierung der vorläufigen Ergebnisse von Transgender Europes neuem Forschungsprojekt, dem „Trans Murder Monitoring“-Projekt, offenbart.

Die vom Forschungsteam des Trans Murder Monitoring Projekt zusammengestellten Daten entspringen einer systematischen Erfassung, Zusammenstellung und Analyse von Todesfällen von Trans-Personen weltweit. Sie offenbaren eine Gesamtzahl von 162 berichteten Fällen ermordeter Trans-Personen zwischen 20. November 2008 und 12. November 2009.


Bereits in den ersten 10 ½ Monaten von 2009 wurden 150 Morde an Trans-Personen berichtet.
Dabei ist zu beachten, dass selbst diese extrem hohen Zahlen nur ein Bruchteil der tatsächlichen Zahlen darstellen. Die Realität sieht viel schlimmer aus. Dies sind lediglich die berichteten Fälle, die durch eine Internet-Recherche gefunden werden können. Offizielle Daten existieren nicht und ebenso wenig Schätzungen der Dunkelziffern, die nicht möglich sind.


Die Fälle wurden aus allen sechs Weltregionen berichtet: aus Nord- und Lateinamerika, Europa, Afrika, Asien sowie aus Ozeanien. Die meisten Fälle wurden für Nord- und Lateinamerika berichtet, mit der überwiegenden Mehrheit der Fälle in Brasilien (41), Venezuela (22), Honduras (16) und den U.S.A. (13).
Insgesamt wurden im letzten Jahr 124 Morde an Trans-Personen in 15 lateinamerikanischen Ländern berichtet. Die aus Lateinamerika berichteten Morde machen 75 % der Gesamtzahl der berichteten Morde im letzten Jahr aus.


Die jüngste Aktualisierung der vorläufigen Ergebnisse offenbaren des Weiteren, dass 16 Morden an Trans-Personen in 6 europäischen Ländern (Italien, Russland, Serbien, Spanien, Türkei und das Vereinigte Königreich) im letzten Jahr berichtet wurden. In Asien wurden Morde an Trans-Personen in Indien und Malaysia, in Afrika in Algerien und in Ozeanien in in Neuseeland berichtet.


Insgesamt zeigen die vorläufigen Ergebnisse Berichte über ermordete Trans-Personen in 26 Ländern im vergangenen Jahr.
Die Aktualisierung der vorläufigen Ergebnisse von Transgender Europes Trans Murder Monitoring Projekt wird in Form von Namenslisten, Statistiken und Karten in deutscher, englischer und spanischer Sprache auf der Webseite von Transgender Europe präsentiert. Die deutsche Präsentation der Ergebnisse ist unter www.tgeu.org/tdor2009deutsch zu finden. An dieser Stelle finden sich zudem weitere Informationen zum Internationalen Transgender Day of Remembrance sowie eine Liste aller Orte, an denen Veranstaltungen zum Transgender Day of Remembrance stattfinden.


Transgender Europe Kontakt:
Dr. Carsten Balzer und Astrid Suess, MA
research[at]tgeu.org

 
Forscher züchten Penis-Schwellkörper im Labor Drucken E-Mail
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SPIEGEL ONLINE 10.11.2009
Künstliches Gewebe

Forscher züchten Penis-Schwellkörper im Labor


Es könnte einmal die Rettung für viele impotente Männer sein, was US-Forschern nun bei Kaninchen gelungen ist: Sie haben im Labor künstliche Schwellkörper herangezüchtet. Und die sind voll funktionstüchtig, wie die Kaninchenmännchen bei Paarungsversuchen eindrücklich demonstrieren.


Das beste Stück des Mannes ist ein komplizierter Apparat: Schwellkörper sorgen dafür, dass der Penis, wenn es darauf ankommt, auch seinen Mann steht. Bei einer Erektion entspannt sich die glatte Muskulatur an den Innenwänden dieser Hohlkörper, und Blut strömt ein. Werden diese empfindlichen Gefäße beschädigt - durch einen Unfall oder eine Operation -, hat dies Erektionsstörungen oder sogar den totalen Verlust der Erektionsfähigkeit zur Folge.

Wissenschaftler um Anthony Atala und Kuo-Liang Chen vom Wake Forest Institute for Regenerative Medicine in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina haben nun erstmals ganze und funktionstüchtige Schwellkörper im Labor nachbilden können. Im Fachmagazin " Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten die Wissenschaftler, dass sie die Schwellkörper zwölf Kaninchen einpflanzten. Die Tiere konnten sich anschließend normal paaren, manch ein Kaninchen zeugte sogar Nachwuchs.

Das Prinzip: Die Forscher entnahmen gesunden Tieren operativ zunächst Schwellkörper. Daraus wuschen sie mit verschiedenen Chemikalien alle lebendigen Zellen aus. Zurück blieb nur noch ein Stützgerüst aus Bindegewebe. Dieses diente als Matrix für die künstlich gezüchteten Zellen. Nach dem gleichen Prinzip haben Wissenschaftler mit menschlichem Gewebe auch schon Luftröhren, Herzpflaster und bei Ratten funktionstüchtige Herzen "nachgebaut".

Vier Weibchen wurden sogar schwanger

Auf das Bindegewebe gaben Atala und Kuo-Liang Zellen der glatten Muskulatur und der innersten Schicht der Schwellkörper. Diese Zellen hatten die Forscher zuvor gesunden Kaninchen per Biopsie entnommen und dann in Kulturschalen gezüchtet und vermehrt.

Nach einigen Tagen hatten die Zellen die Stützgerüste vollständig besiedelt, und funktionstüchtige Schwellkörper waren nachgewachsen. Diese pflanzten sie dann zwölf Kaninchen ein, deren eigene Schwellkörper sie herausoperiert hatten. Wiederum zwölf andere Kaninchen dienten als Kontrollgruppe: Sie bekamen nur die Stützgerüste eingepflanzt, ohne Zellen. Drei weiteren Kaninchen entfernten die Forscher die Schwellkörper vollständig.

Ein, drei und sechs Monate nach der Operation bekamen alle Kaninchen weibliche Gesellschaft in ihren Käfigen. Nach nur einer Minute begannen die Kaninchen mit den künstlichen Schwellkörpern, mit den Weibchen zu kopulieren. Die meisten Kaninchen der Kontrollgruppe hingegen machten keine Anstalten, sich zu paaren.

Die Forscher wollten es aber noch genauer wissen: Nach der Paarung untersuchten sie die Scheiden der Weibchen auf Sperma-Reste, um festzustellen, ob es bei den Männchen mit dem Implantat zur Ejakulation gekommen war. Bei acht der zwölf begatteten Weibchen wurden sie fündig. Vier Weibchen wurden sogar schwanger und gebaren gesunden Nachwuchs. Bei den Weibchen, die von den Kaninchen der Kontrollgruppen bestiegen worden waren, fanden die Forscher jedoch keine Spermareste.

Atala und Kuo-Liang sind zuversichtlich, dass Männer mit krankheits- oder unfallbedingten Erektionsstörungen zukünftig einmal von ihrer Methode profitieren könnten.

Quelle: aus http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/ (10.11.2009)

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 14. November 2009 um 15:27 Uhr
 
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